Por Alejandro Rigatuso, Fundador y Director de Fundación Loros
Maicol war in der Freisetzungszone der Aras unterwegs, nahe dem cerro Peligro, als er ihn entdeckte: einen gavilán sabanero, der mit jener Ruhe dasaß, die nur denen eigen ist, die genau wissen, was sie tun. Der *Buteogallus meridionalis* — bebe humo, wie man ihn hier zu nennen pflegt — ist ein Jäger der Gelegenheiten. Wenn das Feuer über die Savanne zieht und die Eidechsen in wilder Panik fliehen, ist er bereits da, wartend am Rand der Flammen. Er muss nichts verfolgen; er muss nur lernen, den Rauch zu lesen.
Die Sichtung wurde auf Video festgehalten: die weit gespannten Schwingen, die rostfarbene Brust, dieser Blick, der keine Eile verrät. Maicol war eindeutig: Dieser gavilán hat es nicht auf die Vögel des Reservats abgesehen. Sein Interesse gilt dem Boden, den Eidechsen, die sich durchs Unterholz stehlen. Gerade deshalb ist seine Anwesenheit in der Freisetzungszone der Aras ein gutes Zeichen — ein Prädator, der passt, der seine Rolle erfüllt, ohne das zu stören, was das Santuario Stück für Stück aufbaut, zwischen jenem Hügel und dem offenen Himmel darüber.
Sobre el autor
Alejandro Rigatuso · Fundador y Director de Fundación Loros
Alejandro Rigatuso kam zur Fundación Loros nach Jahren als Vizepräsident für Growth Marketing bei Toptal und brachte einen unkonventionellen Blick mit: Er erkennt am Zustand eines Tieres an den Augen, „hell und weit geöffnet". Lorenzo, der erste freigelassene Papagei, mehrmals wieder eingefangen und immer wieder in die Freiheit entlassen, hat ihn für immer geprägt. Bei Sonnenuntergang, gegen halb sechs, findet man ihn am Mirador de las Ciénagas oder am Cerro El Peligro, wo er sich Beobachtungstürme vorstellt und Hunderte einheimischer Papageien, die über ein Schutzgebiet fliegen, das eine ganze Gemeinschaft als ihr Eigenes empfindet.