
domingo, 26 de abril de 2026
Der Loro zwischen Mango und Mamoncillo
Por Omar Enrique Verdugo Cabeza, Cuidador de las aves
Es gibt Tage, an denen die Fundación Loros alles auf einmal zeigen möchte. Bei einem kürzlichen Rundgang durch das Sanktuarium entfaltete der Wald eine Fülle, die kaum zu fassen war: mehr als fünfundzwanzig blühende oder fruchttragende Arten, vom rosa Vinca, das zwischen den Steinen des Bodens hervorlugte, bis zur Albizia, die ihre weißen, pomponartigen Blüten gegen den blauen Himmel reckte. Die violette Zelasia blühte neben der Metallwand, die Verdolaga breitete ihre fleischigen Blätter über die trockene Erde aus, und der wilde Kaffeestrauch — jener unerwartete Gast — öffnete seine sternförmigen Blüten mit jenem Duft, der an Jasmin erinnert. Auf den verrottenden Stämmen wuchsen weiße, gelappte Pilze, ein stilles Zeichen dafür, dass der Wald auch weiß, wie er sich von innen heraus erneuert.
Und dann, mitten in all dieser pflanzlichen Fülle, erschien er: ein Loro mit leuchtend grünem Gefieder und einem rötlichen Fleck um das Auge, im Blätterdach sitzend, Früchte pickend mit der Gelassenheit dessen, der genau weiß, wohin er gehört. Die bestäubenden Insekten gingen ihrem Geschäft nach auf den Blüten der Ixora und den Kletterpflanzen mit fuchsiafarbenen Blütenblättern. Es war, wie jemand sagte, der es selbst erlebt hat, das, was geschieht, wenn es regnet und wenn Trockenzeit ist: die Fundación Loros, die ohne Erlaubnis aufblüht, ohne Ankündigung, mit all ihrer Großzügigkeit des Waldes.
Sobre el autor
Omar Enrique Verdugo Cabeza · Cuidador de las aves
Omar arbeitet seit 2023 bei der Fundación Loros. Er kennt den Wald und den Cerro El Peligro besser als irgendjemand sonst. Einst Jäger, wurde er zum Hüter der Wildtiere. Heute erkennen ihn die Loros und folgen ihm, wenn er nach Hause zurückkehrt – ein Zeugnis einer Verbindung, die durch Respekt und Wandel gewachsen ist.



















































