
viernes, 1 de mayo de 2026
Der B214 und sein Tamarindenbaum
Por Omar Enrique Verdugo Cabeza, Cuidador de las aves·Revisado por Alejandro Rigatuso
Am 22. April um die Mittagsstunde öffnete Omar Enrique Berdugo Cabeza die Klappe, und der Papagei B214 flog hinaus in die Bäume, die die Fundación Loros umgeben. Der Vogel war mit zerzaustem Gefieder angekommen, doch während seiner Rehabilitation hatte er gelernt, was er wissen musste: die Früchte des Waldes zu erkennen, sie zu erreichen, sie zu fressen. Dieses Wissen wuchs in Geduld, aufgebaut durch Nahrungsanreicherung, durch Früchte, die jenen ähnelten, die er draußen finden würde.
Sieben Tage später, am 29. April um 14:35 Uhr, traf der Mitarbeiter Maicol ihn in der Nähe des Fundationshauses an. Da saß der B214, zwischen den Ästen eines Tamarindenbaums, fraß allein und ohne Eile, als hätte er es schon immer gewusst. Maicol fotografierte ihn und hielt ihn auf Video fest — ein stiller, unwiderlegbarer Beweis dafür, dass etwas gelungen war.
Omar sagte es schlicht: Er habe sich gefreut. Diese Freude ist nicht gering. Hinter ihr verbirgt sich die unsichtbare Arbeit der Rehabilitation, die Tage der Vorbereitung, der genaue Augenblick des Loslassens. Der B214 braucht niemanden mehr, der ihm die Frucht bringt.
Sobre el autor
Omar Enrique Verdugo Cabeza · Cuidador de las aves
Omar arbeitet seit 2023 bei der Fundación Loros. Er kennt den Wald und den Cerro El Peligro besser als irgendjemand sonst. Einst Jäger, wurde er zum Hüter der Wildtiere. Heute erkennen ihn die Loros und folgen ihm, wenn er nach Hause zurückkehrt – ein Zeugnis einer Verbindung, die durch Respekt und Wandel gewachsen ist.
