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Gustavo, Rafael und das Faultier auf der Straße

jueves, 30 de abril de 2026· 10.4469, -75.2654

Gustavo, Rafael und das Faultier auf der Straße

Por José Marin


An jenem Donnerstag im Sektor El Tamarindo beschloss ein Faultier mit grauem Fell, die Straße genau dann zu überqueren, als es niemand erwartet hätte. Die Bauern Gustavo Orozco und Rafael Orozco sahen es als Erste — und zögerten keinen Augenblick: Sie halfen dem Tier auf die andere Seite, wo es das Reservat verlassen wollte. Der Waldhüter José Marín war dabei, um alles festzuhalten, und eine Libelle schlich sich unangekündigt in eines der Fotos. Etwas später auf dem Rundgang markierte José Marín einen Punkt, der auf keiner offiziellen Karte verzeichnet ist, den das Team aber gut kennt: eine Stelle, an der gelegentlich Eindringlinge auftauchen, um Vögel zu fangen. Es geschieht nicht ständig, aber oft genug, um es im Blick zu behalten. Am Ende des Tages, allein durch das Gebiet streifend, stieß José auf eine Lagune mit grünlichem Wasser, umgeben von Vegetation so dicht und geordnet, dass sie vom Boden aus betrachtet die Silhouette eines Herzens zeichnete. Nicht die Kamera bemerkte es — er war es, mit den Füßen im Schlamm und weit geöffneten Augen, präsent in den 520 Hektar, die die Fundación Loros hütet.
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