Por Alejandro Rigatuso, Fundador y Director de Fundación Loros
Am 23. April, als der Morgen noch frisch über der Voliere von Decameron lag, öffnete Omar die Türen und vier cotorras carasucia traten hinaus in die freie Luft. Bis zu diesem Moment hatten sie die Welt von innen gekannt: Holzstämme, Maschendraht, ein Behälter mit Früchten und die tropische Vegetation, die sich dicht an die Ränder ihres Geheges schmiegte. Diese Ecke war ihr Zufluchtsort gewesen, während sie sich erholten; der offene Himmel war ihr nächster Schritt.
Als Teil des Protokolls zur Bindung der Tiere an den Ort hatte das Team noch vor der Freilassung Früchte vor der Voliere ausgelegt — eine Art zu sagen, ohne Worte, dass auch dieser Platz ihnen gehört. Der Gedanke dahinter ist schlicht und wirkungsvoll: dass die cotorras von sich aus zurückkehren, dass sie den Ort als den ihren erkennen, dass die Freiheit kein Bruch sei, sondern eine Verlängerung des Vertrauten. Ein gedeckter Tisch draußen, der auf sie wartet.
Sobre el autor
Alejandro Rigatuso · Fundador y Director de Fundación Loros
Alejandro Rigatuso kam zur Fundación Loros nach Jahren als Vizepräsident für Growth Marketing bei Toptal und brachte einen unkonventionellen Blick mit: Er erkennt am Zustand eines Tieres an den Augen, „hell und weit geöffnet". Lorenzo, der erste freigelassene Papagei, mehrmals wieder eingefangen und immer wieder in die Freiheit entlassen, hat ihn für immer geprägt. Bei Sonnenuntergang, gegen halb sechs, findet man ihn am Mirador de las Ciénagas oder am Cerro El Peligro, wo er sich Beobachtungstürme vorstellt und Hunderte einheimischer Papageien, die über ein Schutzgebiet fliegen, das eine ganze Gemeinschaft als ihr Eigenes empfindet.