Por Alejandro Rigatuso, Fundador y Director de Fundación Loros
Über der tonigen, trockenen Erde des Sektors Los Guardianes gebeugt, öffnete Jender — Hüter dieses Winkels der Reserva — Loch für Loch, um die Setzlinge aufzunehmen, die an jenem Tag eintrafen: sapote, papaya, anón, limón und guama. Mit den Händen tief im Boden, ohne Hast, verpflanzte er jede Pflanze rund um sein eigenes Haus — wie jemand, der nicht nur ein Stück Land bewacht, sondern selbst darin Wurzeln schlägt.
Der Boden von Los Guardianes ist hart und trocken, wie es sich für einen guten Tropenboden gehört, der die Dürre an der Oberfläche festhält. Und doch standen die Setzlinge dort, mit ihren grünen, glänzenden Blättern — manche noch feucht vom Transport —, und warteten darauf, dass die Erde sie annimmt. Wie viele es insgesamt waren, wurde nicht festgehalten — solche Dinge lassen sich manchmal besser mit der Zeit zählen, wenn sie längst Früchte tragen.
Es liegt etwas Besonderes darin, Obstbäume rund ums eigene Haus zu pflanzen: Es ist eine Geste, die an die kommenden Jahre denkt, an die Schatten und die Früchte, die man selbst nicht immer heranwachsen sieht. Jender weiß das, auch wenn er es nicht ausspricht.
Sobre el autor
Alejandro Rigatuso · Fundador y Director de Fundación Loros
Alejandro Rigatuso kam zur Fundación Loros nach Jahren als Vizepräsident für Growth Marketing bei Toptal und brachte einen unkonventionellen Blick mit: Er erkennt am Zustand eines Tieres an den Augen, „hell und weit geöffnet". Lorenzo, der erste freigelassene Papagei, mehrmals wieder eingefangen und immer wieder in die Freiheit entlassen, hat ihn für immer geprägt. Bei Sonnenuntergang, gegen halb sechs, findet man ihn am Mirador de las Ciénagas oder am Cerro El Peligro, wo er sich Beobachtungstürme vorstellt und Hunderte einheimischer Papageien, die über ein Schutzgebiet fliegen, das eine ganze Gemeinschaft als ihr Eigenes empfindet.