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Das Lehmhaus am Gebirgsrand

martes, 28 de abril de 2026· 10.4340, -75.2317

Das Lehmhaus am Gebirgsrand

Por José Marin


Es gibt Baumeister in der Reserve, die keine Werkzeuge brauchen. José Marín kennt sie gut. Heute Morgen, während er den Sektor pie de monte durchstreifte, blieb er vor einem schlanken Baum stehen — und da war es: am Stamm befestigt, rund und fest wie ein gebrannter Tontopf, das Nest einer merchorita. Die kreisrunde Öffnung in der Mitte verriet es auf den ersten Blick — das ist die Handschrift des hornero, des Furnarius, den die alten Bauersleute nach seinem Töpferhandwerk so nennen. Das Nest war nicht allein. Ringsum herrschte Bewegung, Flügelschlagen und kurze Flüge hin und her — ein sicheres Zeichen, dass das Haus bewohnt ist. Mit dem dichten Grün, das sich von allen Seiten hereindrückte, und dem Morgenlicht, das sich durch das Blätterdach tastete, hob José die Kamera und hielt den Moment fest. Der hornero baut mit Lehm, Pflanzenfasern und Speichel und errichtet ein Gebilde, das bis zu drei Kilogramm wiegen kann — ein Werk, das später viele größere Vögel als Unterschlupf nutzen. Dieses hier, am pie de monte der Fundación Loros, scheint in vollem Gebrauch zu sein.