Von Alejandro Rigatuso, Fundador y Director de Fundación Loros·Geprüft von Alejandro Rigatuso
Es gibt Besuche, die man so schnell nicht vergisst. Erica Montoya kam auf das Gelände der Fundación Loros wie jede andere Touristin — Kamera in der Hand, Augen weit geöffnet — und ging mit einem Schatz von dannen: Aufnahmen, die fast jeden Winkel des Schutzgebiets durchstreifen. Im Aviario betrachteten sie zwei Papageien mit grün-blauem Gefieder von einem Ast aus — einer davon mit dem grünen Ring B119, jenem kleinen Zeichen, das uns alles über seine Geschichte verrät. Im Wald posierten zwei Hellrote Aras (*Ara macao*) zwischen den Ästen in jenem lodernden Rot, das keinen Filter braucht, und in einem schattigen Winkel ruhten zwei schwarz-weiße Primaten mit der Gelassenheit derer, die wissen, dass dieser Baum ihnen gehört.
Doch der Augenblick, der am meisten für sich selbst spricht, war jener des Lisztaffen (*Saguinus oedipus*) — dieses kleinen, endemischen Wesens Kolumbiens, vom Aussterben bedroht, das direkt in die Linse blickte, während es auf einem Baumstamm Papaya und Guayaba fraß. Erica teilte das gesamte Material, ohne dass man sie auch nur zweimal darum bitten musste, und schrieb, die Fotos würden als ein Schatz in ihrer Galerie bleiben. Wir denken genau dasselbe.
Über den Autor
Alejandro Rigatuso · Fundador y Director de Fundación Loros
Alejandro Rigatuso kam zur Fundación Loros nach Jahren als Vizepräsident für Growth Marketing bei Toptal und brachte einen unkonventionellen Blick mit: Er erkennt am Zustand eines Tieres an den Augen, „hell und weit geöffnet". Lorenzo, der erste freigelassene Papagei, mehrmals wieder eingefangen und immer wieder in die Freiheit entlassen, hat ihn für immer geprägt. Bei Sonnenuntergang, gegen halb sechs, findet man ihn am Mirador de las Ciénagas oder am Cerro El Peligro, wo er sich Beobachtungstürme vorstellt und Hunderte einheimischer Papageien, die über ein Schutzgebiet fliegen, das eine ganze Gemeinschaft als ihr Eigenes empfindet.