Von Alejandro Rigatuso, Fundador y Director de Fundación Loros
Am Montag, dem 23. März, fuhr Corina mit der UTV durch das Santuario — begleitet von Cyrus Bueche, einem Besucher aus den Vereinigten Staaten. Der Himmel war wolkenlos, und die Erdpfade trugen den feuchten Duft der Vegetation in voller Blüte. Sie hatten noch kaum Strecke gemacht, als die Guacamayas chejas auftauchten — zwei Ara severus mit ausgebreiteten Schwingen, einer davon mit dem Ring E101 markiert — und weiter vorn dann die Ararauna im freien Flug, die mit diesem Gelb, das aussieht als wäre es gerade aufgetragen worden, die blaue Luft durchschnitten.
Entlang des Weges entstand eine Liste, die niemand geplant hatte: vier verschiedene Greifvögel, sitzend oder im Flug, ein Momoto de pecho anaranjado, der von seinem Ast aus beobachtete, ein Rascón, der sich durchs Unterholz stahl, ein Specht, der sich an seinen Baum klammerte, ein grüner, schillernder Kolibri, vor einer magentafarbenen Blüte schwebend. Die Loros amazónicos — einer mit Ring B11 — pickten mit einer Gelassenheit an Gurke und roter Paprika, die einen glauben ließ, die Welt kenne keine Eile. Auf den Pfaden näherte sich ein rotbraunes Pferd ruhig der Kamera, und weiter hinten folgte ein mit Säcken beladener Esel ungerührt seinem eigenen Weg.
Corina hielt die UTV mehr als einmal an, um sich dem goldfelligen Hund zu widmen, der sie die ganze Runde über begleitet hatte. Dreiunddreißig Fotos blieben von diesem Montag: die Erinnerung an ein Santuario, das nicht ankündigen muss, was es zu zeigen hat.
Über den Autor
Alejandro Rigatuso · Fundador y Director de Fundación Loros
Alejandro Rigatuso kam zur Fundación Loros nach Jahren als Vizepräsident für Growth Marketing bei Toptal und brachte einen unkonventionellen Blick mit: Er erkennt am Zustand eines Tieres an den Augen, „hell und weit geöffnet". Lorenzo, der erste freigelassene Papagei, mehrmals wieder eingefangen und immer wieder in die Freiheit entlassen, hat ihn für immer geprägt. Bei Sonnenuntergang, gegen halb sechs, findet man ihn am Mirador de las Ciénagas oder am Cerro El Peligro, wo er sich Beobachtungstürme vorstellt und Hunderte einheimischer Papageien, die über ein Schutzgebiet fliegen, das eine ganze Gemeinschaft als ihr Eigenes empfindet.