Von Alejandro Rigatuso, Fundador y Director de Fundación Loros
In dieser Woche hütete der Lago de los Titis ein Geheimnis, das nicht lange auf sich warten ließ. Blanca und ihre Begleiterinnen, mexikanische Ärztinnen zu Besuch im Santuario, näherten sich dem Wasserspiegel, als die Gruppe zwischen den Ästen auftauchte: sieben Titi-Affen, die sich langsam bewegten, mit jener nervösen Anmut, die sie so unverwechselbar macht. Doch was die Besucherinnen innehalten ließ, war das Jungtier — erst vergangene Woche geboren, an den Körper eines der Erwachsenen geklammert, als hinge die ganze Welt von dieser Umarmung ab.
Blanca hielt den Moment in vier Videos fest, die die Familiengruppe in ihrer stillen Alltagsroutine zeigen, beinahe völlig unberührt von den Augen, die sie vom Ufer aus beobachteten. Die Aufnahmen gehen in das Archiv des Santuario ein als Zeugnis dafür, dass die Gruppe weiterlebt, dass ein neues Leben begonnen hat — und dass die besten Zeugen solcher Momente manchmal von weit her kommen, ohne es je geplant zu haben.
Über den Autor
Alejandro Rigatuso · Fundador y Director de Fundación Loros
Alejandro Rigatuso kam zur Fundación Loros nach Jahren als Vizepräsident für Growth Marketing bei Toptal und brachte einen unkonventionellen Blick mit: Er erkennt am Zustand eines Tieres an den Augen, „hell und weit geöffnet". Lorenzo, der erste freigelassene Papagei, mehrmals wieder eingefangen und immer wieder in die Freiheit entlassen, hat ihn für immer geprägt. Bei Sonnenuntergang, gegen halb sechs, findet man ihn am Mirador de las Ciénagas oder am Cerro El Peligro, wo er sich Beobachtungstürme vorstellt und Hunderte einheimischer Papageien, die über ein Schutzgebiet fliegen, das eine ganze Gemeinschaft als ihr Eigenes empfindet.