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Fundación Loros
Vier Pferde und ein Hund auf dem Weg zum Cerro

jueves, 12 de marzo de 2026

Vier Pferde und ein Hund auf dem Weg zum Cerro

Von Nilson


Bevor die Sonne richtig aufgeheizt hatte, ging Nilson auf die Weide von Vista Hermosa, um Indio, Sombra, den Pony und Corosito zu suchen. Einen nach dem anderen holte er sie aus dem hohen Gras, führte sie mit dem Halfter in den Koral, badete sie mit Wasser und Shampoo und sattelte sie in aller Ruhe. Als die vier schließlich bereit standen und im Morgenlicht glänzten, warteten bereits zwei Besucher in El Paraíso, dem Hauptsitz der Fundación Loros, voller Vorfreude darauf, die Reserve vom Pferderücken aus zu erkunden. Der Ausritt folgte den Erdpfaden, die hinauf zum Cerro El Peligro führen. Die Hügel tauchten nach und nach aus der dichten, grünen Vegetation auf, zu beiden Seiten belaubte Bäume und darüber ein Himmel voll weißer Wolken. Happy, der Hund der Fundación, wartete keine Einladung ab: Vom ersten Schritt an trabte er neben der Gruppe her, unbekümmert zwischen Hufen und Pferdebeinen, als hätte er dieses Handwerk schon seit Jahren in sich. Das eigentliche Ziel war der Freilassungsplatz für rehabilitierte Vögel — jener Ort hoch oben am Cerro, wo die Tiere ihren letzten Schritt machen, bevor sie auf eigene Faust wieder in den Wald zurückfinden. Die Besucher sahen es mit eigenen Augen: die weite, offene Landschaft, die Stille zwischen den Bäumen und die Gewissheit, dass dieser Cerro für viele Vögel der Beginn von etwas Neuem ist.

Über den Autor

Nilson

Nilson beginnt jeden Morgen im Stall, beim Melken, während das erste Licht den Cerro El Peligro streift – seine liebste Ecke auf der Finca. Er liest die Tiere mit einer Präzision, die nichts durchgehen lässt: ein stumpfes Fell, gerötete Augen oder ein Hinken beim Aufstehen – all das entgeht ihm nicht. Er erinnert sich genau an eine Kuh, die vor Schwäche auf die Beine fiel, und an eine andere mit einer Wunde, die einfach nicht heilen wollte. Das Schwerste, sagt er, ist, wenn ein Tier krank wird und die Diagnose auf sich warten lässt. Sein Bild von der Zukunft ist schlicht und klar: ein Schwarm Papageien, der frei über das Land zieht, und die Nachbarn, die den Blick nach oben richten.

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