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Fundación Loros
Siebzehn freie Namen auf den Weiden

domingo, 1 de marzo de 2026· Finca Vista Hermosa

Siebzehn freie Namen auf den Weiden

Von Nilson


Auf den Pfaden und Hügeln der Fundación Loros leben siebzehn Pferde, die niemand in Ställe sperrt. In der Abenddämmerung kann man sie beobachten, wie sie allein durch die Vegetation ziehen — zwei Weiße auf dem Erdweg, ein Kastanienbraunes, das am Rand grast — als gehörte das gesamte Gelände ihnen, was auf eine gewisse Weise auch stimmt. Sie heißen Lucero, Mariposa, Rosita, Estrella, Bohu, Pony, Blanquito, Coroso, Zipacoa, Rambo, Albino, Don Quijote, Indio, Sombra, Canario, Palomo und Luna, und jeder Name trägt eine eigene Geschichte in sich. Unter ihnen gibt es drei, die das Team mit besonderem Stolz erwähnt. Indio kam einst von den Polofeldern und gilt heute als eines der besten Tiere des Bestands. Albino ist der Zuchthengst der Fundación, von dem bereits drei eingetragene Fohlen durch die Weiden streifen. Und Bohu, der Älteste von allen, wandert seit sechs Jahren über diese Hügel — länger als so mancher Freiwillige, der hier seine Zeit verbracht hat. Bei den Rinderarbeiten leisten diese Pferde echte Arbeit, und wenn Besucher aus allen Ecken der Welt ankommen, sind es sie, die ihnen die Wege des Geländes zeigen. Doch die meiste Zeit grasen sie einfach frei auf den grünen Hügeln, unter einem Himmel, der sich manchmal bewölkt und manchmal jenes goldene Licht verschenkt, das alles in einem sanften Glanz erscheinen lässt.

Über den Autor

Nilson

Nilson beginnt jeden Morgen im Stall, beim Melken, während das erste Licht den Cerro El Peligro streift – seine liebste Ecke auf der Finca. Er liest die Tiere mit einer Präzision, die nichts durchgehen lässt: ein stumpfes Fell, gerötete Augen oder ein Hinken beim Aufstehen – all das entgeht ihm nicht. Er erinnert sich genau an eine Kuh, die vor Schwäche auf die Beine fiel, und an eine andere mit einer Wunde, die einfach nicht heilen wollte. Das Schwerste, sagt er, ist, wenn ein Tier krank wird und die Diagnose auf sich warten lässt. Sein Bild von der Zukunft ist schlicht und klar: ein Schwarm Papageien, der frei über das Land zieht, und die Nachbarn, die den Blick nach oben richten.

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