Von Alejandro Rigatuso, Fundador y Director de Fundación Loros
Im Aviario 2 des Bereichs El Paraíso schaltete Alejandro die Kamera zur Fütterungszeit ein und entdeckte genau das, wonach das Team seit Wochen sucht: vier Papageien — Beethoven, der 12, der 19 und der B92 — die sich den Futternapf teilen, ohne Streit, ohne Spannungen, mit jener Gelassenheit, die nur unter denen entsteht, die einander bereits gut kennen. Beethoven, die Nummer 15, stand mittendrin, als wäre es die natürlichste Sache der Welt.
Das ist keine Kleinigkeit. In der Fundación Loros ist die Dokumentation darüber, wer mit wem frisst, Teil jener feinen Beobachtungsarbeit, die einer Auswilderung vorausgeht: Die Affinitätsgruppen — jene Bindungen, die die Tiere ganz von selbst und in ihrem eigenen Tempo knüpfen — sind der Kompass, an dem sich das Team orientiert, wenn es entscheiden muss, wer gemeinsam in den Wald hinausfliegt. Beethoven und seine drei Gefährten haben soeben einen eindeutigen Hinweis hinterlassen.
Über den Autor
Alejandro Rigatuso · Fundador y Director de Fundación Loros
Alejandro Rigatuso kam zur Fundación Loros nach Jahren als Vizepräsident für Growth Marketing bei Toptal und brachte einen unkonventionellen Blick mit: Er erkennt am Zustand eines Tieres an den Augen, „hell und weit geöffnet". Lorenzo, der erste freigelassene Papagei, mehrmals wieder eingefangen und immer wieder in die Freiheit entlassen, hat ihn für immer geprägt. Bei Sonnenuntergang, gegen halb sechs, findet man ihn am Mirador de las Ciénagas oder am Cerro El Peligro, wo er sich Beobachtungstürme vorstellt und Hunderte einheimischer Papageien, die über ein Schutzgebiet fliegen, das eine ganze Gemeinschaft als ihr Eigenes empfindet.