Von Alejandro Rigatuso, Fundador y Director de Fundación Loros
Die Eichen standen diese Woche in voller Blüte im Parkbereich nahe dem Haus, als Maicol mit seiner Kamera durch das Gelände streifte und sie fand. Zwischen den rosablütenbehangenen Ästen zeigte sich B16, ein Amazona-Papagei mit gut sichtbarer grüner Markierung, in jener stillen Ruhe sitzend, die Papageien eigen ist, wenn ihnen die Welt gerade genug zu sein scheint. Ein Stück weiter ließ sich auch ein Pionus menstruus — der Blaukopfpapagei — zwischen den Blüten ablichten, völlig unbeeindruckt vom Objektiv.
Was niemand erwartet hatte, war die Ara ararauna, die aus dem Eingang einer der im Gebiet aufgehängten Nistkästen schaute. Nur der Kopf ragte heraus, der schwarze Schnabel und die neugierigen Augen — wie jemand, der an einem Mittwochmorgen langsam erwacht. Maicol hielt diesen Moment fest, bevor sie beschloss, wieder nach innen zu verschwinden.
Ob B16 allein unterwegs war oder in Gesellschaft, ob noch weitere Psittaziden an jenem Morgen durch den Park streiften — das wissen wir nicht. Aber die Fotos sagen, was Worte manchmal nicht vermögen: dass sie erscheinen, wenn die Eichen blühen.
Über den Autor
Alejandro Rigatuso · Fundador y Director de Fundación Loros
Alejandro Rigatuso kam zur Fundación Loros nach Jahren als Vizepräsident für Growth Marketing bei Toptal und brachte einen unkonventionellen Blick mit: Er erkennt am Zustand eines Tieres an den Augen, „hell und weit geöffnet". Lorenzo, der erste freigelassene Papagei, mehrmals wieder eingefangen und immer wieder in die Freiheit entlassen, hat ihn für immer geprägt. Bei Sonnenuntergang, gegen halb sechs, findet man ihn am Mirador de las Ciénagas oder am Cerro El Peligro, wo er sich Beobachtungstürme vorstellt und Hunderte einheimischer Papageien, die über ein Schutzgebiet fliegen, das eine ganze Gemeinschaft als ihr Eigenes empfindet.