Von Alejandro Rigatuso, Fundador y Director de Fundación Loros
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"title": "Dreißig Namen für den Weg der Freiheit",
"cronica": "An jenem Sonntag brachen Michel Salas, Jiliam Pomare und Salomé Piza früh von der Casa del Paraíso auf — einen botanischen Feldführer unterm Arm und die feste Absicht, das zu benennen, was der Trockenwald des Schutzgebiets seit Jahren im Stillen anbietet. Ihr Weg folgte dem „camino de la libertad", jenem Pfad, der genau dort endet, wo die Volieren von Ara auf den Moment warten, in dem die Aras in die Freiheit entlassen werden — ein Finale, das jedem Spaziergang durch diese Gegend ein besonderes Gewicht verleiht.\n\nUnterwegs hielten sie ungefähr dreißig Mal inne: um einen Ast mit seiner Beschreibung im Buch zu vergleichen, um eine Pflanze zwischen Papierlagen zu pressen, um Blüten zu fotografieren, bevor die Mittagssonne sie welken ließ. Da war die *Caesalpinia pulcherrima* mit ihren langen Staubfäden, die wie Fäden aus gelbem Feuer wirkten; die Moringa mit ihren weißen Blüten, sorgfältig neben ihrer Beschreibung im Feldführer aufgeschlagen; der Uvito (*Cordia alba*), frisch gepflückt und noch lebendig; und der Ébano (*Caesalpinia ebano*) mit seinen dunklen Hülsen, die zwischen dem Blattwerk herabhingen.\n\nAm Ende des Pfades, vor den Volieren, lächelten die drei in die Kamera. Hinter ihnen die grünen Hügel und die farbenfrohen Blüten, die den ganzen Weg gesäumt hatten. In den Händen: dreißig neue Namen — oder besser gesagt, dreißig alte Namen, die der Wald schon immer getragen hatte und die sie sich nun zur Aufgabe gemacht hatten, aufzuschreiben."
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Über den Autor
Alejandro Rigatuso · Fundador y Director de Fundación Loros
Alejandro Rigatuso kam zur Fundación Loros nach Jahren als Vizepräsident für Growth Marketing bei Toptal und brachte einen unkonventionellen Blick mit: Er erkennt am Zustand eines Tieres an den Augen, „hell und weit geöffnet". Lorenzo, der erste freigelassene Papagei, mehrmals wieder eingefangen und immer wieder in die Freiheit entlassen, hat ihn für immer geprägt. Bei Sonnenuntergang, gegen halb sechs, findet man ihn am Mirador de las Ciénagas oder am Cerro El Peligro, wo er sich Beobachtungstürme vorstellt und Hunderte einheimischer Papageien, die über ein Schutzgebiet fliegen, das eine ganze Gemeinschaft als ihr Eigenes empfindet.