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Fundación Loros

sábado, 28 de febrero de 2026

Von Nilson


In der Fundación Loros melken die Arbeiter Eder, Jender und Nilson täglich von Hand 22 Kühe – Punkt fünf Uhr morgens beginnt die Arbeit, noch bevor die Sonne über den Baumkronen erscheint. Die morgendliche Routine, die neben dem Melken auch das Umtreiben der Herde auf die Weide umfasst, erstreckt sich über etwa zwei Stunden und dreißig Minuten. Der gesamte Vorgang folgt einer althergebrachten Tradition: In den erdgestampften Pferchen stehen die Kälber neben ihren Müttern angebunden, während die Männer ihrer Arbeit nachgehen – so wie es die Fotografien vom 28. Februar 2026 um 6:10 Uhr morgens festgehalten haben. Die gewonnene Milch geht an einen ortsansässigen Händler, der daraus Käse und Molke herstellt.

Über den Autor

Nilson

Nilson beginnt jeden Morgen im Stall, beim Melken, während das erste Licht den Cerro El Peligro streift – seine liebste Ecke auf der Finca. Er liest die Tiere mit einer Präzision, die nichts durchgehen lässt: ein stumpfes Fell, gerötete Augen oder ein Hinken beim Aufstehen – all das entgeht ihm nicht. Er erinnert sich genau an eine Kuh, die vor Schwäche auf die Beine fiel, und an eine andere mit einer Wunde, die einfach nicht heilen wollte. Das Schwerste, sagt er, ist, wenn ein Tier krank wird und die Diagnose auf sich warten lässt. Sein Bild von der Zukunft ist schlicht und klar: ein Schwarm Papageien, der frei über das Land zieht, und die Nachbarn, die den Blick nach oben richten.